


Die Auferstehungskirche in Freiburg-Littenweiler war eine Empfehlung zum Thema Architektur – und eine sehr gute. Schon der Turm ist eigentlich gar kein Turm: Zwei fast dreißig Meter hohe Betonscheiben stehen schräg zueinander, dazwischen hängen die Glocken in einem offenen Stahlgerüst, und eine filigrane, durchsichtige Wendeltreppe aus Stahl windet sich nach oben. Man geht zwischen den beiden Scheiben hindurch zum Eingang.
Die Kirche selbst wurde 1961/62 von Herbert Dörr und Klaus Gottschall gebaut, als Zentralbau mit zwölf Ecken. Das Vorbild ist ein Zelt: Zwölf paarweise gestellte Betonstützen sind die Zeltstangen, die weißen Wände dazwischen die Zeltbahnen, und darüber spannt sich eine Holzdecke wie ein Rad mit Speichen, von dem die Lampen herabhängen.
Und dann das Licht. Zwischen den Stützenpaaren laufen farbige Glasbänder vom Boden bis zur Decke, entworfen vom Glasmaler Kurt Frank. Sie erzählen den Weg von der Passion zur Auferstehung: am Eingang dunkle Blau- und Grautöne, zum Altar hin immer leuchtenderes Rot und Gelb. Wenn die Sonne darauf fällt, glüht der Raum rot, und man versteht sofort, wofür der Name steht. Das Licht innen drin war wirklich sehr schön.









