


Zwischen den Jahren, ein Nachmittag im Dezember: Mein Mann hatte die schöne Idee, dass wir uns „Genesis II“ von Projektil anschauen – diesmal in der Peterskirche in Nürnberg. Draußen leuchtete die Fassade schon pink, drinnen wurde es dunkel, und dann begann das Gewölbe zu leben.
Den ersten Teil hatten wir in der Hugenottenkirche in Erlangen gesehen. Jetzt in einem anderen Kirchenschiff zu sitzen, war spannend: Die gotischen Rippen der Peterskirche werden selbst zur Leinwand. Mal überzieht ein tiefes Blau mit Sternen die Kappen, mal dreht sich ein goldener Strudel um den Schlussstein, mal explodieren bunte Farbsplitter über die ganze Decke, als würde jemand Kirchenfenster in die Luft werfen.
Ein Hoch auf die Sitzsäcke die es ermöglichen den Kopf schön in den Nacken legen zu können, und man vergisst, dass man in einer Kirche sitzt ähm liegt – bis einem genau diese Architektur wieder bewusst wird. Eine sehr schöne Idee, ein sehr schöner Nachmittag.










