Michael Bayerl

Kreativer Exil-Bayer in Franken

Gran Canaria – eine Weltreise auf einer Insel

Im Januar haben wir auf Gran Canaria den Geburtstag meines Mannes gefeiert. Untergebracht waren wir in Playa del Inglés, und dort haben wir alles erkundet – natürlich auch das schwule Einkaufszentrum. Über Freunde von Freunden bekamen wir eine wunderbare Einführung in die Insel, und mit dem Mietwagen ging es dann überallhin.

Gran Canaria hat fast alle Vegetationszonen, die es auf der Welt gibt – eine Rundfahrt ist wie eine kleine Weltreise: Dünen, Palmen, Kiefernwälder, Schluchten. Besonders beeindruckend war der Roque Nublo, der Wolkenfels, um den die Nebel ziehen. Abseits davon wollten wir noch zu einem kleinen See. Die Straße wurde immer enger, bald zu eng für ein Auto, und Einheimische überholten uns – wir haben sie gerne vorbeigelassen. Am See haben wir dann keine Zeit verloren und sind sofort wieder hoch. Geschwitzt haben wir trotzdem.

Kulinarisch gab es eine Lektion: An der Raumfahrtstation Maspalomas auf der Montaña Blanca, die einst auch die Apollo-Mondmissionen unterstützt hat, haben wir in einem Gemeinderestaurant ganz tolle Tapas gegessen. Also bestellten wir im Steinrestaurant ein paar Tage später fleißig drauflos – in der Annahme, es wären wieder Tapas. Es kamen volle Mahlzeiten, und der Kellner hat uns fast ausgelacht.

In der Hauptstadt Las Palmas besuchten wir das Museum und die Kathedrale, überall auf der Insel Kirchen und Heiligtümer mit unzähligen Heiligen. Ein echtes Highlight war Arehucas, die Rumbrennerei in Arucas, mit Fässern, die von Prominenten signiert oder gekennzeichnet sind, und einer ganz tollen Führung.

Und dann war da noch das Spiegelei, das nicht ganz durch war. Den vorletzten Tag habe ich im Bett und auf der Toilette verbracht. Bis zum Flug ging es zum Glück wieder einigermaßen, und wir haben vorsichtshalber Plätze nahe der Toilette gebucht. Würde ich so nicht noch einmal machen – gebraucht habe ich sie nicht. Eine ganz, ganz tolle Zeit war es trotzdem.


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