


Von Bad Reichenhall ist es nur ein Katzensprung über die Grenze – also sind wir während unseres Aufenthalts dort einfach nach Salzburg rübergefahren. Kein Programm, kein Plan, nur: umsehen, Stadt erkunden, treiben lassen.
Ein Ziel hatte ich dann aber doch. James Turrell begleitet mich schon lange, und ich wusste, dass er oben auf dem Mönchsberg einen seiner Skyspaces gebaut hat. Ein unscheinbarer Eingang im Fels, ein schlichter Gang – und dann ein ovaler Raum mit einer Öffnung in der Decke. Mehr nicht. Und doch: Der Himmel wird plötzlich zum Bild, eingefasst wie ein Gemälde, und jede vorbeiziehende Wolke ist ein Ereignis. Turrell arbeitet nicht mit Licht, er arbeitet mit unserer Wahrnehmung von Licht.
Gleich daneben steht das Museum der Moderne auf dem Mönchsberg, ein klarer, heller Steinkubus über den Dächern der Altstadt. Von dort aus gingen wir hinauf zur Festung Hohensalzburg, mit dem Blick, für den man nach Salzburg fährt: Kuppeln, Türme, die Salzach und die Berge dahinter. Unten dann Barock satt – die Kuppel des Doms, der Kapitelplatz mit seiner goldenen Kugel – und mittendrin ein kleiner Innenhof, der aussah wie ein Turrell für Arme: vier Wände, ein Rechteck aus Himmel.
Den Abend haben wir im Darwin’s ausklingen lassen, einer wunderbaren Café- und Cocktailbar am Fuß des Mönchsbergs. Seitdem schauen wir dort immer wieder vorbei, wenn wir in Salzburg sind. Davor gab es natürlich noch Strudel. Man isst ja schließlich in Österreich.








